Kultur : Bayreuther Festspiele: Nike Wagner und Klaus Zehelein wollen die Leitung übernehmen

Nike Wagner hält ihre Bewerbung um die künftige Leitung der Bayreuther Festspiele weiter aufrecht. Ihr neuer Partner als Ko-Intendant soll dabei der derzeitige Leiter der Staatsoper Stuttgart, Klaus Zehelein, sein. Dies erklärte sie bei einem Kulturgespräch zum Thema "Mythos, Musentempel, GmbH - das Phänomen Bayreuth", das am Sonntag, den 22. Juli, um 11 Uhr vom Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt wird. Nikes Cousine Eva Wagner-Pasquier, die das Festspielkuratorium im Mai zur Nachfolgerin Wolfgang Wagners ausgerufen hatte, erteilte den Festspielen dagegen eine endgültige Absage. "Das Kapitel Bayreuth ist für mich beendet. Ich stehe nicht zur Verfügung", erklärte die 56-jährige Kulturmanagerin, die derzeit beim Festival von Aix-en-Provence arbeitet (siehe dazu auch Seite 24). Unterdessen mussten die Bayreuther Festspiele eine weitere Absage verkraften: Jean-Philippe Lafont kann krankheitsbedingt den Telramund im "Lohengrin" nicht auf dem Grünen Hügel singen - für ihr springt Oskar Hillebrand ein. Bis zum Ende der Laufzeit von Jürgen Flimms "Ring" hat sich dagegen der ungarische Dirigent Adam Fischer verpflichtet, der die Produktion vom verstorbenen Giuseppe Sinopoli übernimmt: Bis 2004 wird der Mannheimer Generalmusikdirektor die Tetralogie dirigieren. Das Festival beginnt am 25. Juli mit einer Aufführung der "Meistersinger von Nürnberg" unter der Leitung des Chefdirigenten der Deutschen Oper Berlin, Christian Thielemann.

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