Bayreuther Festspiele : Rücken-Fall

Ausfälle und Umbesetzungen - bei den Bayreuther Festspielen herrschen Personalnöte.

Frederik Hanssen

BayreuthWolfgang Wagner ist not amused: Am heutigen Mittwoch beginnen die Proben für die „Tannhäuser“-Wiederaufnahme am 26. Juli. Am Montag jedoch musste der Chef der Bayreuther Festspiele auf der Website des von ihm engagierten Dirigenten Fabio Luisi lesen, dass dieser aufgrund von Rückenproblemen sein Debüt beim Wagner-Festival ausfallen lasse. Tags darauf erst traf das ärztliche Attest auf dem Grünen Hügel ein. Pikant dabei ist, dass Luisi am 5. Juli mit seinen Wiener Symphonikern im Theater an der Wien eine Neuinszenierung von Mozarts „Finta semplice“ herausbringen will: Auf Anfrage des Tagesspiegels bestätigte die Pressesprecherin der österreichischen Bühne, Luisi sei fest entschlossen, sowohl die Premiere als auch die Folgeaufführungen bis 17. Juli zu leiten.

Als Einspringer für Luisi wurde nun Christoph Ulrich Meier verpflichtet, der seit 1992 regelmäßig als Assistent bekannter Dirigenten wie Christian Thielemann bei den Bayreuther Festspielen im Hintergrund gewirkt hat. Der weitgehend unbekannte Kapellmeister ist seit 2001 Professor an der Detmolder Musikhochschule.

Im „Tannhäuser“ scheint überhaupt der Wurm zu stecken. Krankheitsbedingt musste bereits die Titelrolle umbesetzt werden: Statt Wolfgang Millgramm singt nun Frank van Aken. Wolfgang Wagners Tochter Katharina hatte sich zuvor schon von Robert Dean Smith getrennt, der in ihrer „Meistersinger“-Neuinszenierung (Premiere: 25. Juli) den Stolzing singen sollte. Wegen unüberbrückbarer Meinungsverschiedenheiten übernimmt jetzt Klaus Florian Vogt die Partie.

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