Kultur : Bayreuther Festspiele: Weniger Bundesgelder für Festspiele?

Zum Thema Bayreuther Festspiele: Bilder vom Grünen Hügel Zweieinhalb Jahre nach der Ankündigung der rot-grünen Bundesregierung, sich aus der Finanzierung der Bayreuther Festspiele zurückzuziehen, beginnt eine neuerliche Diskussion über die finanzielle Zukunft der Festspiele. Nach heftigen Protesten hatte die Bundesregierung ihre Zuschüsse lediglich eingefroren - auf den Betrag von 1999. Der Vorsitzende der Mäzenatengesellschaft "Freunde von Bayreuth", der Hofer Bankier Karl Gerhard Schmidt, hat die Bundesregierung jetzt aufgefordert, "von ihrer Betonhaltung abzurücken". Mit dem Einfrieren der Bundeszuschüsse auf 3,22 Millionen Mark bis zum Jahr 2003 gerät die traditionelle Drittel-Finanzierung der Festspiele aus dem Gleichgewicht. Der Freistaat Bayern hat seinen Drittel-Anteil in den letzten beiden Jahren ebenso aufgestockt wie die Stadt Bayreuth, die Gesellschaft der Freunde Bayreuths und der Bezirk Oberfranken, die sich das dritte Drittel teilen. Stadt, Mäzene und Bezirk hätten das Defizit im vergangenen Jahr noch klaglos übernommen. In diesem Jahr aber wurden sie bereits mit 125 000 Mark gefordert. Im Jahr 2002 wird sich der Fehlbetrag mit 227 000 Mark nahezu verdoppeln. "Stadt und Bezirk sind nicht mehr bereit, sich daran zu beteiligen", so Schmidt. Im kommenden Jahr müssten die "Freunde von Bayreuth" einspringen.

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