Kultur : Berlin: Aedes-East und Architekturzentrum vor der Schließung

Das Deutsche Architekturzentrum (DAZ) an der Köpenickerstraße muß möglicherweise Ende des Jahres schließen.Entsprechende Presseberichte bestätigte gestern der Vorsitzende des DAZ-Fördervereins, Andreas Gottlieb Hempel."Unter den bisherigen Bedingungen können wir einen wirtschaftlichen Betrieb nicht aufrecht erhalten", so Hempel, der in Personalunion auch Präsident des Bundes Deutscher Architekten (BDA) ist.Laut Hempel gibt es zwei Möglichkeiten, die Arbeit des DAZ fortzuführen.Die erste wäre, daß der BDA, der Anfang 1999 seinen Sitz nach Berlin verlegt, einen Teil der vom DAZ bisher genutzten Räumlichkeiten erwirbt, um diese dem DAZ dann "mietfrei zur Verfügung zu stellen".Dabei handelt es sich um eine Fläche von rund 1000 Quadratmetern (bisher: 2800 qm), die, so Hempel, "für Vorträge und kleinere Ausstellungen" ausreiche.Finanziert werden soll das Geschäft durch den bereits beschlossenen Verkauf des BDA-eigenen Hauses in Bonn, entscheiden wird darüber aber letztendlich erst auf der nächsten Delegiertenversammlung des BDA am 4.Dezember.Die zweite, "große" Variante sieht vor, Baufirmen, Sparkassen und Verbände der Bauindustrie als Anteilseigner zu rekrutieren, um so in den Besitz der gesamten 2800 Quadratmeter zu gelangen.Die Chancen, die notwendigen 5 Millionen Mark aufzutreiben, seien, so Hempel, "nicht so unrealistisch".Derweil gibt es einen weiteren schweren Schlag für die Berliner Architekturszene zu vermelden.Die Galerie Aedes beschränkt sich künftig auf ihre angestammte Adresse am Savignyplatz, Aedes East wird aufgegeben.Aedes-Gründerin Kristin Feireiss: "Finanziell war das nicht mehr zu verkraften." U.C.

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