Kultur : Berlin, Berlin: Theatertreffen 2006

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Die Hauptstadt ist der Gewinner bei der Auswahl der Inszenierungen des diesjährigen Theatertreffens, das am 5. Mai eröffnet wird. Die Jury wählte drei Berliner Produktionen aus: „Hedda Gabler“ von der Schaubühne (Regie Thomas Ostermeier), „Iwanow“ von der Volksbühne (Regie Dimiter Gotscheff) und Andres Veiels „Der Kick“, eine Koproduktion des Maxim Gorki Theaters mit dem Theater Basel. Es ist keine sehr publikumsfreundliche Wahl, da auch William Forsythes Tanzabend „Three Atmospheric Studies“ (Frankfurt/Dresden) jüngst bei den Berliner Festspielen zu sehen war. Festzustellen ist auch eine Tendenz zu kleineren Produktionen aus Städten, die sonst kaum Beachtung fanden. Vom Neuen Theater Halle kommt „Allein das Meer“, nach einem Roman von Amos Oz. Das Schauspiel Hannover ist mit „Drei Schwestern“ eingeladen in der Regie von Jürgen Gosch, der auch mit seinem nackten „Macbeth“ aus Düsseldorf dabei sein wird. Aus Mannheim kommt „Wallenstein“ vom Rimini Protokoll, aus Stuttgart ein weiterer Tschechow, „Platonow“ in der Regie von Karin Henkel. Von den Münchner Kammerspielen kommt die Uraufführung „Dunkel lockende Welt“ von Händl Klaus in Sebastian Nüblings Regie. Altmeister Christoph Marthaler ist mit der internationalen Koproduktion „Schutz vor der Zukunft“ eingeladen, die 2005 bei den Wiener Festwochen Premiere hatte. Diese Produktion kann aber erst im Herbst in Berlin gezeigt werden. Der Jury gehören an: Barbara Burckhardt, Karin Cerny, Christine Dössel, Hartmut Krug, Peter Michalzik, Tobi Müller und Andreas Willink. Tsp

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