Kultur : Berlin-Biennale: Fiona Tan, 34, Indonesien

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"Wer bin ich? Und wenn ja, wie viele?" Diese Fragen aus Dani Lewys Film "RobbyKallePaul" kennzeichnen das Kreisen um das Selbst-Verständnis einer ganzen Generation. Auch die Video-Künstlerin Fiona Tan stellt die Konstruktion der eigenen Identität ins Zentrum ihrer Arbeit. 1966 als Tochter eines Chinesen und einer Australierin in Indonesien geboren, wuchs sie in Australien auf und studierte in Amsterdam.

Fiona Tan setzt sich kritisch mit den "one-world"-Phantasien der Globalisierung auseinander und rekonstruiert kulturelle Identität, indem sie über Kolonialismus recherchiert und alte Archivfilme bearbeitet. Mit ihren Installationen hinterfragt sie den Subjektbegriff, die Wirklichkeit des Bildes. Ebenso empfindsam visualisiert sie ihre eigene Verlorenheit zwischen den Welten. In Berlin wird man neben zwei Videoinstallationen für die Biennale bald schon weitere Arbeiten von ihr zu sehen bekommen, denn als neue DAAD-Stipendiatin verbringt sie ein Jahr in der Stadt.

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