Kultur : Berlin Biennale stellt internationale Teilnehmer vor

Nachdem die Namen der teilnehmenden Künstler der Berlin Biennale schon länger in der Stadt kursierten, haben sich die Veranstalter des im Herbst startendenden Ausstellungsprojektes entschieden, die Liste nun auch offiziell bekanntzugeben.Knapp siebzig Künstler werden namentlich genannt, die beim Ausstellungspart "Berlin / Berlin" mit von der Partie sein werden.Sie alle verbindet mit der Stadt, daß sie im Laufe der letzten Jahre vor Ort gearbeitet haben oder noch hier leben.Die Berlin Biennale bietet damit auch im Sinne des Kultursenators, der das Unternehmen mit Fördermitteln unterstützt, den besten Beweis für die Internationalität der Berliner Kunstszene.

So finden sich unter den Teilnehmern prominente Vertreter wie Stan Douglas, Douglas Gordon, Christine Hill, Fabrice Hybert, Gabriel Orozco, Pipilotti Rist oder Rikrit Tiravanija.Vielen von ihnen ist man im vergangenen Jahr auf der Documenta in Kassel, bei den Skulpturenprojekten in Münster begegnet oder zuletzt auf der "manifesta".Wie bei der zeitgenössichen Biennale für europäische Kunst in Luxemburg haben auch Klaus Biesenbach als künstlerischer Leiter, sowie Hans Ulrich Obrist und Nancy Spector, die allerdings nur noch als kuratorische Berater firmieren, den Anfang der Neunziger verstorbenen Amerikaner Felix Gonzalez-Torres mit auf die Liste genommen, da er zu den wegweisenden Künstlern der letzten Jahre gehört.

Im Vergleich zu diesen Vorgängerausstellungen zeichnet sich die Berlin Biennale dadurch aus, daß sie den Blick nicht allein auf die Kunst, sondern auch auf benachbarte Felder wie Mode, Architektur, Tanz, Literatur und Werbung richtet.Für den Tanz konnte Xavier Le Roy, für die Performance Christoph Schlingensief und Gob Squad gewonnen werden.Veranstaltungsorte der Biennale werden unter anderem das Haus der Kulturen der Welt für den vom 1.bis 3.Oktober stattfindenden "Congress 3000", die Akademie der Künste und das Postfuhramt sein, wo unter dem Titel "Berlin Plattform" "die Phänomene und Bedeutungen der urbanen Matrix kritisch reflektiert" werden sollen.Mit der Eröffnung der Biennale am 29.September werden auch die seit zwei Jahren wegen Sanierung geschlossenen Kunst-Werke e.V.zumindest teilweise wiedereröffnet.Der vom amerikanischen Künstler Dan Graham gestaltete Pavillon wird künftig als sogenanntes Café Bravo der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

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