Berlin : Direktorenstellen der Staatlichen Museen werden neu besetzt

Zwei Posten in Deutschlands größter Kultureinrichtung werden neu besetzt: Michael Eissenhauer soll Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin werden. Als neuer Direktor der Alten und der Neuen Nationalgalerie ist Udo Kittelmann im Gespräch.

Berlin Die Entscheidung für die Neubesetzungen in der Stiftung Preußischer Kulturbesitz traf heute eine Findungskommission. Der Stiftungsrat muss am Dienstag noch endgültig darüber entscheiden. Bislang hat beide Posten Peter-Klaus Schuster inne. Schuster wird im Oktober kommenden Jahres 65 und scheidet aus. Eissenhauer (Jahrgang 1956) ist Direktor der Staatlichen Museen Kassel und Präsident des Deutschen Museumsbundes. Er promovierte an der Universität Hamburg und war in den 90er Jahren Kurator am Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg.

Zu den Museen unter dem Dach der Preußen-Stiftung zählen neben den Nationalgalerien unter anderem das Pergamonmuseum, das Bode-Museum, die Sammlung Berggruen und das Neue Museum. Stiftungspräsident war bislang Klaus-Dieter Lehmann, der im März an die Spitze des Goethe-Instituts wechselt. Seine Nachfolge tritt der Archäologe Hermann Parzinger an.

Kittelmann (Jahrgang 1958) war Mitte der 90er Jahre Chef des Kölnischen Kunstvereins und hatte 2002 als Nachfolger von Jean-Christophe Ammanns die Leitung des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt übernommen. Die Neue Nationalgalerie am Potsdamer Platz machte in den vergangenen Jahren besonders mit spektakulären Ausstellungen aus New York Schlagzeilen. Auch die Alte Nationalgalerie auf der Museumsinsel ist ein Publikumsmagnet. Eine der weiteren Säulen der mehrere Häuser umfassenden Abteilung Nationalgalerie ist das Museum Hamburger Bahnhof.

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz wird von Bund und Ländern getragen und ist die größte deutsche Kultureinrichtung. (dm/dpa)

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