Kultur : Berlin feiert 250 Jahre Familie Mendelssohn

Der 250. Jahrestag der Hochzeit des Berliner Philosophen und Seidenfabrikanten Moses Mendelssohn und der Hamburger Kaufmannstochter Fromet Gugenheim am 22. Juni – und damit die Begründung eines leuchtenden Kapitels jüdischer Geschichte in Deutschland – soll gebührend gefeiert werden. Laut dem Vorsitzenden der Mendelssohn-Gesellschaft, André Schmitz, wird an die „Kennedys Berlins“, die das kulturelle Klima der Stadt bis zum Naziterror prägten, mit einer Reihe von Veranstaltungen erinnert.

Die wiedereröffnete Villa Oppenheim beleuchtet das Leben der Mendelssohns in ihrer Charlottenburger „Villa Sorgenfrei“ (ab 24.1.). Auf dem Friedhof am Halleschen Tor, wo viele Familienmitglieder begraben sind, wird eine Kapelle in eine Dauerausstellung verwandelt (am 4.11., zum 165. Todestag Felix Mendelssohn Bartholdys). Am ersten Wohnsitz von Moses und Fromet in der Spandauer Straße 68 wird ein Denkzeichen von Micha Ullman angebracht. Hier lebten auch der Verleger Nikolai sowie Lessing, der unter den Hausbewohnern die Charaktere für seinen „Nathan“ fand. Das Moses Mendelssohn Zentrum zeigt eine Ausstellung zu „200 Jahre Emanzipationsedikt in Preußen“ (bis 3.6.), während das Centrum Judaicum nach den Feinden der deutsch-jüdischen Aufklärung fragt (ab November). Alle Veranstaltungen im Internet unter www.250fm.de (im Aufbau). UA

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