Kultur : Berlin feiert Knobelsdorff zum 300.Geburtstag

Dem 300.Geburtstag des Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff (1699-1753) widmet die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg eine Ausstellung.Unter dem Motto "Knobelsdorffs malerischer Geschmack" wird sie vom 18.Februar bis 25.April im Schloß Charlottenburg zu sehen sein.Sie zeigt Knobelsdorff nicht als den bekannten klassischen Architekten der Palladio-Schule, sondern als Maler und Zeichner, als Schöpfer von Ornament- und Innendekorationsentwürfen.Dank der Unterstützung von nahezu 20 Leihgebern könne ein Querschnitt dieses malerischen Schaffens gezeigt werden, teilte die Stiftung mit.Neben Ansichten von Potsdam und Rheinsberg werden weitgehend unbekannte Landschaftsskizzen des Künstlers präsentiert, die vor allem unter dem Einfluß Watteaus stehen.Erstmals zu sehen sind Ornamententwürfe Knobelsdorffs aus der Rheinsberger Frühzeit sowie Decken-Entwürfe für den Marmorsaal des Stadtschlosses Potsdam.Die Architektur ist in der Ausstellung auf wenige Stücke beschränkt, darunter Pläne für das Berliner Opernhaus, das er von 1741 bis 1743 errichtete.Auch die Innendekoration der Goldenen Galerie im Neuen Flügel des Charlottenburger Schlosses, die zu den schönsten Festräumen des europäischen Rokoko zählt, stammt von ihm.Der am 17.Februar 1699 bei Crossen in der Neumark geborene Knobelsdorff absolvierte nie eine professionelle Ausbildung und widmete sich erst spät der Kunst.Eine Militärlaufbahn brach er 1730 aus gesundheitlichen Gründen ab.Er wurde Schüler des Malers Antoine Pesne.Mit 37 Jahren ging er bei Berliner Architekten in die Lehre.Der besondere Reiz seiner Gemälde und Skizzen - so die Veranstalter der Schau - liege vermutlich gerade in einer gewissen künstlerischen Unbefangenheit gegenüber traditionellen Lösungen.

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