Berlin-Party : Currywurst im Ritz

Berlin und Brandenburg geben jede Menge Geld aus, damit die Filmwirtschaft brummt. Zur Berlinale laden die Länderchefs zur Party ein - und die Schauspielprominenz feiert freudig mit. Nur einer ist genervt.

Sonja Pohlmannon
Berlinale - Empfang Medienboard
Im Rahmen geblieben. Klaus Wowereit und sein Lebensgefährte Jörn Kubicki mit dem Signet des Medienboards Berlin-Brandenburg, das...Foto: dpa

Noch bevor das Buffet eröffnet war, freute sich Comedian Mario Barth auf die Currywurst, die er nach Mitternacht verspeisen wollte. Schon am Freitagabend hatte er sich bei der „Movie meets Media“-Party vom Imbiss Curry 36 sechs Portionen Fast-Food ins noble Hotel Ritz Carlton liefern lassen, um seinen Freunden zu zeigen, was eine richtige Currywurst ist. Am Samstag war Barth wieder zu Gast im Ritz, dieses Mal beim Empfang des Medienboards Berlin Brandenburg (MBB) und kündigte an, später selbst zum Imbiss nach Kreuzberg zu fahren. Erstmal scherzte er aber mit seinen Kollegen Wotan Wilke Möhring und Jürgen Vogel, die wie viele hochkarätige Schauspieler, Produzenten und Regisseure gekommen waren, um mit den MBB-Geschäftsführerinnen Petra Müller und Kirsten Niehuus den Erfolg der geförderten Filme zu feiern. Zwanzig werden bei der Berlinale zu sehen sein. „Der Filmstandort Berlin hat sich wunderbar entwickelt“, freute sich Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit. Gleiches bestätigte Ulrich Junghanns, Minister für Wirtschaft in Brandenburg, für sein Bundesland.

Während Wowereit gleich weiter zur nächsten Filmpremiere hetzen musste, hatten die Schauspielerinnen Hannah Herzsprung, Juliane Köhler, Heike Makatsch und Anna Maria Mühe mehr Zeit, sich auszutauschen. Für Mühe war es die vierte Party innerhalb von drei Tagen, der erst gerade von einer Grippe genesene Til Schweiger schont sich lieber. Für ihn war der Empfang zwar erst der zweite Berlinale-Termin, aber genervt war er trotzdem schon. Sein Kollege Henry Hübchen freute sich derweil auf möglichst viele in den nächsten Tagen, um Ausschau nach visionären Regisseuren zu halten, von denen es nach seiner Meinung viel zu wenig gibt. Lob vorab gab’s aber für den Film „John Rabe“, der Samstag Premiere feierte. Daniel Brühl und Ulrich Tukur spielen darin mit und wollten anschließend zur Filmparty in die Bar Tausend kommen. Currywurst gibt es auch dort normalerweise nicht.

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