Kultur : Berlin und Brandenburg beschlossen Kooperation bei Vorbereitung des Projekts

Stefanie Grupp

Berlins Kultursenatorin Christa Thoben und Brandenburgs Kulturminister Wolfgang Hackel haben die gemeinsame Vorbereitung des Projekts "PreußenJahr 2001" beschlossen. Auf Schloß Glienicke unterzeichneten sie einen Vertrag, der die Zusammenarbeit der beiden Länder regelt. Nach dem Fontane-Jahr 1998 bietet der 300. Jahrestag der Krönung von Kurfürst Friedrich III. zum ersten preußischen König den Anlass für eine zweite ambitionierte Kooperation zwischen Berlin und Brandenburg.

Kern der Jubiläumsfeiern bildet die im Schloß Charlottenburg geplante Ausstellung "Preußen 1701 - eine europäische Geschichte", die das Deutsche Historische Museum, die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg sowie das Haus für brandenburgisch-preußische Geschichte gestalten. Eingeleitet wird das "PreußenJahr" am 17. Januar 2001 mit der Eröffnung des Museums im Schloß Oranienburg. Rund 70 Einzelprojekte in Prenzlau, Reckahn, Brandenburg, Frankfurt (Oder) und Heiligengrabe ergänzen die Ausstellungen in Berlin und Potsdam. Dabei werden die Kommunen, so hofft Hackel, einen eigenen Stil der Annäherung an das Thema Preußen finden.

Christa Thoben betonte, dass mehr als eine Variation der großen Preußen-Ausstellung geplant sei, die 1981 im Martin-Gropius-Bau gezeigt worden war. Eine historische Schau rechtfertige sich nur, wenn sie auch das "Hier und Heute" beleuchte. Folglich werde man im Schloß Charlottenburg auf die europäische Dimension des Phänomens Preußen eingehen, indem gezeigt werde, was das Jahr 1701 für die übrigen europäischen Länder bedeutet habe. Finanziert wird das 17 Millionen Mark teure Projekt laut Thoben zu gleichen Teilen von beiden Ländern. Bis zum Herbst soll es den kompletten Veranstaltungskalender geben.

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