Berlinale 2013 : Jafar Panahi kommt nicht

Der Film "Geschlossener Vorhang" des iranischen Regisseurs Jahar Panahi wird heute im Wettbewerb der Berlinale vorgestellt, doch er selbst kann nicht dabei sein. So wie bei der Berlinale 2011 wird sein Stuhl unbesetzt bleiben.

Berlinale 2013: Eine Demonstrantin hält einen Protestbanner mit der Aufschrift: "Jafar Panahi: Er sollte hier sein." Im Wettbewerb lief sein Film "Geschlossener Vorhang", 2015 ist er mit "Taxi" eingeladen.
Berlinale 2013: Eine Demonstrantin hält einen Protestbanner mit der Aufschrift: "Jafar Panahi: Er sollte hier sein." Im Wettbewerb...Foto: dpa

Der in seiner Heimat verfolgte iranische Regisseur Jafar Panahi konnte nicht zur Berlinale anreisen. Das teilte das Festival am Dienstag mit. „Wir bedauern natürlich, dass Jafar Panahi nicht hier sein kann, aber wir freuen uns, dass sein Co-Regisseur und die Hauptdarstellerin den Film repräsentieren können“, sagte eine Sprecherin der Internationalen Filmfestspiele Berlin.

Die Bundesregierung hatte den Iran zuvor aufgefordert, dem Regisseur die Teilnahme an der Premiere von „Geschlossener Vorhang“ ("Parde" / "Closed Curtain") zu ermöglichen. Panahi, der sich offen zur Opposition im Iran bekennt, wurde im Iran zu Berufsverbot und einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilt.

Es ist nicht das erste Mal, dass ihm die Teilnahme an der Berlinale verweigert bleibt. Vor zwei Jahren war der Iraner Mitglied der Berlinale-Jury, durfte aber nicht nach Berlin kommen. Als Zeichen des Protestes stellten die Organisatoren einen Stuhl mit der Aufschrift "Jafar Panahi" auf, der aber unbesetzt blieb.

2006 gewann bereits einen Silbernen Bären für „Offside“. (dpa)

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