Berlinale : Amnesty-Filmpreis erstmals doppelt vergeben

Der Amnesty International Filmpreis geht bei der diesjährigen Berlinale zum ersten Mal an zwei Preisträger: Ausgezeichnet werden der Spielfilm "Son of Babylon" von Mohammed Al-Daradji sowie die Dokumentation "Waste Land" von Lucy Walker.

Berlin"Beide Filme haben uns gleichermaßen überzeugt", wurde Schauspielerin und Jurymitglied Barbara Sukowa in einer Mitteilung zitiert. Da Spiel- und Dokumentar-Film nicht miteinander zu vergleichen seien, sei die Jury nicht umhin gekommen, den Preis an zwei Filme vergeben.

Trotz der tragischen Umstände habe "Son of Babylon" Humor und Leichtigkeit, er wecke Mitgefühl und die Hoffnung auf Versöhnung im Irak, begründete Sukowa die Entscheidung der Jury. "Waste Land" stelle Vorurteile über Menschen am Rande der Gesellschaft infrage. Der Film porträtiere seine Protagonisten als Menschen mit Würde und öffne auf diese Weise das Herz des Zuschauers.

Der mit 5000 Euro dotierte Amnesty-Filmpreis wird in diesem Jahr zum sechsten Mal verliehen. Mit dem Preis will der Verein die Aufmerksamkeit auf das Thema Menschenrechte lenken und Filmemacher dazu ermutigen, sich dieses Themas verstärkt anzunehmen. (dpa)

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