• Berlinale-Gewinner kämpft vergeblich um Asyl: Nazif Mujić kehrt mit Familie nach Bosnien zurück

Berlinale-Gewinner kämpft vergeblich um Asyl : Nazif Mujić kehrt mit Familie nach Bosnien zurück

2013 gewann der Schrottsammler Nazif Mujić den Silbernen Bären der Berlinale als bester Schauspieler. Zuletzt kämpfte er in Deutschland um Asyl. Nun ist er in seine Heimat Bosnien zurückgekehrt.

Es waren seine 15 Minuten Ruhm: Nazif Mujic und seine Auszeichnung mit dem Silbernen Bären der Berlinale 2013.
Es waren seine 15 Minuten Ruhm: Nazif Mujic und seine Auszeichnung mit dem Silbernen Bären der Berlinale 2013.Foto: dpa

Berlinale-Gewinner Nazif Mujić, der in Deutschland um Asyl kämpfte, ist in seine Heimat Bosnien zurückgekehrt. Mujić habe Deutschland auf eigene Initiative zusammen mit seiner Frau und seinen drei Kindern verlassen, teilte die Berlinale am Donnerstag mit. Das lange Warten und die Ungewissheit hätten die Familie zermürbt.

Mujić lebte seit November vergangenen Jahres mit seiner Familie in Berlin. Sein Asylantrag war abgelehnt worden. Über den Winter durfte die Familie aber in der Stadt bleiben. Die Anwältin der Familie reichte beim Petitionsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses eine Petition ein, um doch noch ein Bleiberecht für die Familie zu erreichen. Auch mehr als 50 Filmschaffende wie Wim Wenders, Andreas Dresen und Michael Ballhaus hatten sich in Briefen für Mujić stark gemacht.

Mujic hatte bei der Berlinale 2013 den Silbernen Bären als bester Schauspieler gewonnen. In dem halbdokumentarischen Film „Eine Episode aus dem Leben eines Schrottsammlers“ von Danis Tanović („No Man's Land“) spielt der Roma als Laiendarsteller zusammen mit seiner Frau und den Kindern eine reale Episode aus dem harten, ärmlichen Leben der Familie nach. (dpa)

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