Kultur : Berlinale: Wettbewerb komplett Vier Deutsche im Rennen um den Goldenen Bären

Mit vier deutschen Beiträgen – so viele gab es zuletzt vor acht Jahren – lockt der Wettbewerb der 64. Berlinale (6.-16. Februar). Neben dem bereits gemeldeten Drama „Die geliebten Schwestern“ von Dominik Graf sind dies „Zwischen Welten“ von Feo Aladag, „Jack“ von Edward Berger sowie „Kreuzweg“ von Dietrich Brüggemann. Am Mittwoch gab die Festivalleitung die noch offenen 15 Beiträge bekannt. Mit insgesamt 23 Filmen, von denen 20 um den Goldenen und die Silbernen Bären konkurrieren, ist der Wettbewerb jetzt komplett.

Feo Aladag, die mit „Die Fremde“ bekannt wurde, drehte in Afghanistan das Drama „Zwischen Welten“, das von der Freundschaft eines deutschen Soldaten (Ronald Zehrfeld) zu einem afghanischen Übersetzer (Mohamad Mohsen) handelt. Dietrich Brüggemann („Drei Zimmer/Küche/Bad“) stellt ein 14-jähriges tief religiöses Mädchen ins Zentrum seines Films. Regisseur Edward Berger begleitet in „Jack“ den titelgebenden Zehnjährigen und seinen jüngeren Bruder Manuel auf der Suche nach ihrer verschollenen Mutter durch Berlin.

US-Regisseur und Berlinale-Stammgast Richard Linklater („Before Midnight“) ist mit „Boyhood“ vertreten, in dem Patricia Arquette und Ethan Hawke zu sehen sind. Aus Frankreich ist Rachid Bouchareb mit „La voie de l’ennemi“ mit den Darstellern Forest Whitaker, Harvey Keitel und Brenda Blethyn dabei. Für „La belle et la bête“ des Franzosen Christophe Gans („Der Pakt der Wölfe“) standen Vincent Cassel, Léa Seydoux und André Dussollier vor der Kamera.

Gleich dreimal ist China im Wettbewerbsprogramm: Yinan Diao kommt mit „Bai Ri Yan Huo“ (Black Coal, Thin Ice) nach Berlin, Ye Lou mit „Tui Na“ (Blind Massage) und Hao Ning mit „Wu Ren Qu“ (No Man’s Land). „Kraftidioten“ heißt der Beitrag des Norwegers Hans Petter Moland, 2010 mit „Ein Mann von Welt“ im Wettbewerb. Darin ist erneut Stellan Skarsgård zu sehen, zusammen mit Bruno Ganz und Birgitte Hjort Sørensen. Neu gemeldet wurden zudem folgende Wettbewerbsfilme: „Praia do Futuro“ von Karim Aïnouz, „Macondo“ von Sudabeh Mortezai, „Chiisai Ouchi“ von Yoji Yamada, „La tercera orilla“ von Celina Murga sowie „Historia del miedo“ von Benjamin Naishtat. Tsp/dpa

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