Kultur : Berliner Bühnen: Besucherrückgang im ersten Halbjahr

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In der ersten Jahreshälfte 2003 haben die staatlich subventionierten Berliner Bühnen insgesamt 42000 Eintrittskarten weniger verkauft als im selben Zeitraum des Vorjahres. Das geht aus dem Bericht zur „Finanziellen Entwicklung der landeseigenen Theater und Orchesterbetriebe“ hervor, den Kultursenator Thomas Flierl gestern dem Abgeordnetenhaus vorlegte. Vor allem die Komische Oper musste einen Publikumseinbruch hinnehmen: Die Auslastung des von Andreas Homoki geleiteten Hauses liegt bei 49,3 Prozent. Bis zum Jahresende prognostiziert das Musiktheater ein Minus von 56000 Zuschauern und erwartet nur noch 157000 Besucher. Die Deutsche Oper ist zu 56,6 Prozent ausgelastet, die Staatsoper liegt bei 73,5 Prozent. Während das Berliner Ensemble auf einen Spitzenwert von 86,4 Prozent verweisen kann, kommt das Hebbel-Theater nur auf 47,6 Prozent. Das Deutsche Theater meldet 70,4 Prozent, die Volksbühne 75,5 Prozent, die Schaubühne 69,7 Prozent. Bis 31.12. erwarten nur zwei Häuser mehr Besucher als 2002: die Staatsoper (plus 18000) und das Berliner Ensemble (plus 9000).

Nur neun Theater werden das Jahr 2003 mit einem ausgeglichenen Haushalt abschließen können, 15 Häuser werden ein Defizit akkumulieren. Der Friedrichstadtpalast beispielsweise erwartet 35000 Zuschauer weniger als 2002 und rechnet darum mit einem Verlust von 1,3 Millionen Euro, der aber aus Rücklagen gedeckt werden soll. F.H.

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