Kultur : Berliner Festwochen beginnen am 30. 8. mit „Langer Nacht“

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Ganz auf die Neugier der Hauptstädter und ihrer Gäste setzen die diesjährigen Berliner Festwochen. Zum ersten Mal trägt das herbstliche Festival die Handschrift des neuen Intendanten Joachim Satorius und seines Teams: Die bislang musikdominierten Festwochen sind nicht nur zeitlich erweitert worden (vom 30. August bis 13. November gibt es 200 Veranstaltungen in über 20 Spielstätten), sondern vor allem auch inhaltlich weiter gefasst: Klassische Sinfoniekonzerte spielen nurmehr eine Nebenrolle. Stattdessen hat sich André Hebbelinck bemüht, die crème junger Künstler und zeitgenössischer Komponisten nach Berlin zu locken. Spannend versprechen unter anderem die 1927 entstandene Potsdamer-Platz-Oper „Zeus und Elida“ von Stefan Wolpe (9. 9.) sowie Nigel Lowerys Händel-Berry-Projekt (15., 16. 9.) zu werden. Porträtkonzerte sind unter anderem Stockhausen, Messiaen, Olga Neuwirth und Mark Anthony-Turnage gewidmet. Markus Luchsinger, der für den Bereich performing arts verantwortlich zeichnet, setzt Akzente im Mittelmeerraum (unter anderem mit Pippo Delbono) und im arabischen Kulturkreis (mit einer Werkschau des tunesischen Regisseurs Fadhel Jaibi). Zur Eröffnung am 30. August gibt es eine „Lange Nacht“ im Haus der Festspiele mit Videos, Performances und der Batsheva Dance Company. Für die After-Show-Party bringt unter anderem Ex-Kultursenatorin Adrienne Goehler ihre Plattensammlung mit. Infos unter www.berlinerfestspiele.de sowie unter der Nummer: 030-254 89 100. F. H.

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