Berliner Freiheits- und Einheitsdenkmal : Einheitsdenkmal kommt spätestens 2017

Kulturstaatsministerin Monika Grütters verpricht vor dem Kulturausschuss des Bundestags den Bau des Einheitsdenkmals noch in dieser Legislaturperiode. Die Unstimmigkeiten zwischen Bund und Berlin sind beigelegt.

Modell des geplanten Berliner Einheits- und Freiheitsdenkmals vom Architekturbüro Milla & Partner. Foto: dpa
Modell des geplanten Berliner Einheits- und Freiheitsdenkmals vom Architekturbüro Milla & Partner.Foto: dpa

Der Bau des Freiheits- und Einheitsdenkmals in Berlin kann laut Kulturstaatsministerin Monika Grütters  bis 2017 realisiert werden. Auf der Sitzung des Bundestagskulturausschusses am Mittwoch stellte Grütters den präzisierten Entwurf vor. Zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2015 wird das Denkmal zwar definitiv nicht fertig sein, aber es soll noch in dieser Legislaturperiode entstehen - also bis 2017. Damit bestätigte Grütters Berichte, nach denen der Bund und das Land Berlin strittige technische und genehmigungsrechtliche Fragen zu Naturschutz, Barrierefreiheit und zum Denkmalschutz wegen wilhelminischer Bodenmosaike geklärt haben. Der Entwurf sieht eine begehbare Schale am Schloßplatz vor, er stammt von dem Stuttgarter Architekten Johannes Milla und der Berliner Choreografin Sasha Waltz, die jedoch aus dem Projekt ausgestiegen ist.

Die Kulturstaatsministerin sagte bei der Vorstellung des Entwurfs: "Ich freue mich sehr, dass wir heute - wenige Tage vor dem 25. Jahrestag des Mauerfalls - den von Johannes Milla und Sebastian Letz weiterentwickelten Entwurf zum Freiheits- und Einheitsdenkmal vorstellen können,- ein Denkmal in der Mitte der Hauptstadt, das kein Mahnmal ist. Es lädt zum Anfassen und Mitmachen ein: ,Wir sind das Volk. Wir sind ein Volk' diesen Freiheitsruf würdigt dieses Denkmal in besonderer Weise.“

Der Bau des Berliner Freiheits- und Einheitsdenkmals geht auf einen Beschluss des Bundestags von 2007 zurück. Im Zuge der Wettbewerbe und der Realisierung des Baus kam es immer wieder zu Debatten, Verzögerungen und Streitigkeiten zwischen Bund und Land. Tsp

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