Berliner Institution : Haus der Kulturen: Auswärtiges Amt plant Kürzungen

Nun sollen Kürzungen auch das Haus der Kulturen der Welt treffen. Die Westerwelle-Behörde will der Berliner Institution 250.000 Euro streichen.

Das Auswärtige Amt plant weitere Kürzungen im Kulturbereich. Dem Goethe-Institut sollen für 2011 rund zehn Millionen Euro gestrichen werden, das wären 4,5 Prozent des Gesamtzuschusses von 220 Millionen Euro. Dagegen haben auch Politiker aus den Koalitionsparteien protestiert (Tsp. vom 4. 11.) . Nun soll es auch das Haus der Kulturen der Welt treffen, dem die Westerwelle-Behörde 250 000 Euro streichen will. Die Berliner Institution erhält zurzeit eine jährliche Regelförderung in Höhe von 1,9 Millionen Euro vom Bundesbeauftragten für Kultur und Medien sowie 1,25 Millionen Euro vom Auswärtigen Amt. Die angekündigte Kürzung entspricht 20 Prozent des Zuschusses vom Auswärtigen Amt. Intendant Bernd Scherer sieht die Arbeitsmöglichkeiten und den Auftrag seines Hauses „existenziell gefährdet“: Bereits geplante Veranstaltungsreihen und internationale Kooperationen müssten abgesagt und Gäste ausgeladen werden, es gäbe Leerstand, und das HKW würde 2011 und 2012 bereits bewilligte Mittel aus anderen Töpfen verlieren, da diese an eine finanzielle Eigenbeteiligung des HKW gebunden sind. Die harten Sparvorhaben des Auswärtigen Amtes stehen an diesem Montag im Bundestag auf der Tagesordnung des Unterausschusses für Auswärtige Kulturpolitik. R.S.

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