Kultur : Berliner "Kunstherbst": Jeanne-Claude, Andy und das Podewil

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In Berlin beginnt heute nicht nur ein neuer Monat, sondern ein kulturelles Mammutprogramm. Wie in den vergangenen Jahren startet heute der Berliner "Kunstherbst", diesmal unter dem Motto "art in motion". "September ist überall", sagte Volker Hassemer von Partner für Berlin gestern bei der Vorstellung des Programms, "Kunstherbst ist nur bei uns".

Was vor fünf Jahren als Rahmenprogramm zur Kunstmesse "Artforum" begann, ist inzwischen zu einer Marke gewachsen, die das kulturelle Herbstangebot der Stadt zu bündeln versucht. Das "Artforum" wird zwar auch in diesem Jahr vom 3. bis 7. Oktober auf dem Messegelände stattfinden, bildet jedoch lediglich eine Station in einem ungewöhnlich ereignisreichen Herbst. Denn neben der Eröffnung des Jüdischen Museums am 9. September sind noch zwei große Künstler-Retrospektiven angekündigt: Jeanne-Claude und Christos "Early Works" im Martin-Gropius-Bau (Beginn 9. September) und "Andy Warhol" in Neuen Nationagalerie (1. Oktober).

Neben diesen Höhepunkten bietet der Kunstherbst aber auch ein ausgesprochen vielfältiges Programm, an dem sich so unterschiedliche Institutionen beteiligen wie das Podewil, das Vitra Design Museum und der Landesverband Berliner Galerien. Zum ersten Mal ist auch die Kunstsammlung des Deutschen Bundestages im Programm: Die parlamentarische Sammlung, die so bekannte Künstler Georg Baselitz, Anselm Kiefer, Jenny Holzer und Neo Rauch umfasst, wird jeweils am Wochenende zu sehen sein.

"art in motion" soll jedoch auch über einen engen Kunstbegriff hinausgehen: So wird zum Beispiel vom 12. - 16. September in der Gemäldegalerie ein Symposium zum Thema "Kunst als Wissenschaft - Wissenschaft als Kunst" stattfinden.

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