Berliner Opern : Rosinski schließt Stagione-Betrieb nicht aus

Einen Stagione-Betrieb oder andere Sparmodelle für Häuser der Berliner Opernstiftung hält der neue kommissarische Generaldirektor der Stiftung Stefan Rosinski nicht für ausgeschlossen.

Berlin - Das prognostizierte Defizit bezifferte er für 2009 auf 6,5 Millionen Euro, und da hätten die Häuser schon "sehr optimistisch" kalkuliert, sagte er der "Berliner Zeitung". Sein Vorgänger Michael Schindhelm hatte ein Defizit von 6,8 Millionen Euro errechnet und daraufhin für die schlecht ausgelastete Deutsche Oper einen Stagione-Betrieb - ohne größeres eigenes Repertoire - empfohlen.

Rosinski bedauerte, dass sich die Opernhäuser bisher nicht einigen konnten, wie sie gemeinsam gegen das Defizit vorgehen. Es gebe eine "Schieflage" zwischen den Häusern. Er habe den Posten übernommen, weil er "nicht zu den Totengräbern der Stiftung gehören wollte. Eine Abwicklung würde noch mehr Kosten verursachen." Noch in diesem Monat soll der Kaufvertrag für die Zentralwerkstatt am Franz-Mehring-Platz unterzeichnet werden, sagte Rosinski. (tso/ddp)

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