Berliner Opern : Stiftung erwirtschaftet Millionenüberschuss

Die Deutsche Oper, die Staatsoper Unter den Linden und die Komische Oper konnten im letzten Jahr gemeinsam einen Überschuss erwirtschaften. Bis zum Jahr 2009 sollen jedoch Fördergelder in zweistelliger Millionenhöhe gestrichen werden.

Berlin - Die Berliner Opernstiftung hat im vergangenen Jahr einen Überschuss in Höhe von knapp 4,5 Millionen Euro erwirtschaftet. Das geht aus dem vorläufigen Jahresabschluss der Stiftung hervor, wie die "Berliner Morgenpost" berichtet. Demnach erzielten die Deutsche Oper und die Staatsoper Unter den Linden jeweils ein Plus von 1,4 Millionen Euro. Die Komische Oper bilanzierte einen Überschuss von 800.000 Euro, beim Staatsballett liegt das Plus bei 930.000 Euro.

Nach Darstellung des Blattes ist auch die Auslastung der Häuser gestiegen. Sie lag 2006 im Fall der Staatsoper bei 85 Prozent, im Staatsballett bei 75 und in der Deutschen und der Komischen Oper bei 67 Prozent. Allerdings wurden mit 470 Opernvorstellungen 65 weniger angeboten als 2005. Ebenfalls zurückgegangen ist die Zahl der Besucher. Sie sank im Vergleich zum Vorjahr um 26.000 auf 700.000.

Die Berliner Opernstiftung, deren Zuschüsse bis 2009 um 16,8 Millionen Euro sinken sollen, vereint seit 2004 unter ihrem Dach die Staatsoper Unter den Linden, die Deutsche Oper und die Komische Oper. Die drei Bühnen sollen kooperieren, um Kosten zu senken, aber wirtschaftlich und künstlerisch eigenständig bleiben. Damit soll die Existenz aller drei Häuser langfristig gesichert werden. (tso/ddp)

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