Kultur : Berliner Schaubühne: 1999/2000 zweimal fünf Inszenierungen

Die Berliner Schaubühne wird in der nächsten Spielzeit durch den Wechsel in der künstlerischen Leitung geprägt und damit auch durch eine Zäsur im Repertoire. Der Regisseur Thomas Ostermeier, die Choreographin Sasha Waltz sowie die Dramaturgen Jens Hillje und Jochen Sandig haben gemeinsam ein neues Ensemble aus vornehmlich jungen Schauspielern und Tänzern aufgebaut und beginnen im September mit den Proben für die ersten fünf Inszenierungen, die ab Januar 2000 ihre Premiere haben werden. Was da gespielt werden soll, wollen sie erst nach der Sommerpause verraten.

In den Monaten September bis November verabschiedet sich das alte Schaubühnenensemble mit fünf letzten Inszenierungen, großenteils aus dem Repertoire der vergangenen Saison. Es sind dies: Eric-Emmanuel Schmitts "Der Libertin" in Fred Berndts Regie, Goethes "Stella" in der Inszenierung von Andrea Breth und Hofmannsthals "Elektra" in Edith Clevers Interpretation. Dazu kommen Shakespeares "Hamlet" in Peter Zadeks Inszenierung, die als Koproduktion mit den Wiener Festwochen dort bereits herausgekommen ist, und Edith Clevers Collage aus Goethe-Stücken "Am Ort - Frauen-Gestalten von Goethe", die in Zusammenarbeit mit der Kulturstadt Weimar dort am 26. August Premiere haben wird.

Nach dem Ende dieser dreimonatigen Herbstsaison werden die meisten der prominenten Mitglieder des ehemaligen Schaubühnenensembles freiberuflich tätig sein: so Jutta Lampe, Edith Clever, Tina Engel, Dörte Lyssewski, Otto Sander und Ulrich Wildgruber. Corinna Kirchhoff bindet sich an Peter Steins "Faust"-Projekt, Michael König geht an die Münchner Kammerspiele.

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