Kultur : Berliner Schloss: Architekten üben Kritik an Braunfels

Die Architektenkammer Berlin wirft dem Architekten Stephan Braunfels vor, die Umstände seines Ausscheidens aus dem Schlosswettbewerb von 2008 falsch darzustellen. Braunfels hat bereits früh vorgeschlagen, beim Wiederaufbau des Berliner Schlosses die östliche, moderne Fassade wegzulassen. Seiner Meinung nach wurde er deshalb vom Wettbewerb ausgeschlossen. „Mit großer Verwunderung“ weist die Kammer jetzt darauf hin, dass es eine Sonderkategorie gab, in der Braunfels’ Entwurf durchaus hätte ausgezeichnet werden können – „so die Jury ihn für gut befunden hätte“. Hier wurde jedoch der Entwurf von Kühn Malvezzi gekürt, der sich ebenfalls nicht an die Vorgaben gehalten hatte. Die Kammer befürchtet, dass das Wettbewerbswesen Schaden nimmt, wenn Entscheidungen eines Preisgerichts „in dieser Weise“ nach Jahren öffentlich infrage gestellt werden. Sie fordert generell breiter angelegte öffentliche und fachliche Diskussion vor Wettbewebsauslobungen, etwa beim Kulturforum oder der Historischen Mitte. Tsp

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