Kultur : Berliner Sommerfest der Literaturen wird frankophil

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Das dritte Berliner Sommerfest der Literaturen soll das bisher größte werden: 131 Autoren aus 30 Ländern werden ihre Romane, Erzählungen, Sonette, Poesiefilme und Kinderbücher vom 28. Juni bis 7. Juli präsentieren. Dabei liegt das Herzstück der Veranstaltungen in der bis dahin noch zu eröffnenden Lyriklounge der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg. Wie in den vergangenen Jahren gliedert sich das Literaturspektakel in unterschiedliche Bereiche: das Berliner Bücherfest, bei dem es erstmals ein hochwertiges Antiquariat geben wird, das unter anderem ein handgeschriebenes Gedicht von Theodor Fontane (für 5000 €) anbietet; das Poesiefestival, das neben Lesungen, Diskussionen, und Musik auch Poetryfilm umfasst – ein Genre, das in Deutschland nahezu unberührt ist; und die „Literatur aller Orten“, die Lesungen in der ganzen Stadt beinhaltet. Schwerpunkt des Festivals ist in diesem Jahr Frankreich. So werden sich 24 Dichter zusammenfinden und innerhalb einer Woche versuchen, „die Landschaften der deutsch- und französischsprachigen Poesie neu zu zeichnen“. Dabei wollen sie paarweise mit Hilfe eines Dolmetschers an eigenen Texten arbeiten, diese in die jeweils andere Sprache übertragen, um die poetischen Neufassungen dann der Öffentlichkeit vorzustellen. Den krönenden Abschluss erfährt das Sommerfest am 6. Juli um 20 Uhr am Potsdamer Platz. Dann starten Literaturliebhaber in die „Nacht der Poesie“, ein Konzert aus Stimmen, Worten und Klängen in acht Sprachen. Mit dabei: Büchner-Preisträgerin Friederike Mayröcker, Dichter Thomas Kling, die australische Performerin Amanda Stewart sowie der Dramatiker und Musiker Georges Castera aus Haiti. Weitere Informationen und das gesamte Programm unter: www.sommerfest-der-literaturen.de oder unter der Telefonnummer: 030 – 48524521. nan

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