Kultur : Berliner Staatsoper: Naumann bleibt in Finanzkrise hart

Kulturstaatsminister Michael Naumann lehnt es weiterhin ab, die von Daniel Barenboim geforderten erhöhten Zuschüsse für die Berliner Staatsoper aus zusätzlichen Bundesmitteln zu bezahlen. Naumann betonte gegenüber dpa, der Bund solle kein einzelnes Opernhaus in Berlin fördern. Berlin hätte der Finanzkrise selbst begegnen können, wenn alle vom Bund der Hauptstadt zur Verfügung gestellten Zuschüsse auch tatsächlich im Kulturbereich verwendet worden wären, sagte Naumann. "Die Gelder sind zu mir unbekannten Zwecken umgeleitet worden." Der Minister reagierte damit auf den jüngsten Vorschlag des kulturpolitischen Sprechers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Norbert Lammert. Lammert hatte, wie berichtet, eine Bundesbeteiligung an der Staatsoper gefordert und eine Neuverhandlung über den Hauptstadtkulturvertrag gefordert. Es gebe zwar keine originäre Zuständigkeit des Bundes, doch gehe es immerhin um preußisches Erbe. Dabei sprach er auch davon, Berlin mehr als die jetzt zugesagten 125 Millionen Mark im Jahr vom Bund zur Verfügung zu stellen.

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