Kultur : Berliner Staatsoper sagt zwei Wiederaufnahmen ab

jök

Die für Mai und Juni 2000 geplanten Wiederaufnahmen von Telemanns "Orpheus" und Cavallis "Calisto" an der Berliner Staatsoper fallen aus. Ausschlaggebend für die Entscheidung, diese beiden Barockopern-Projekte durch Repertoire-Aufführungen des Balletts und von Mozarts "Zauberflöte" zu ersetzen, sind finanzielle Gründe. Nach Aussage von Staatsopern-Intendant Georg Quander hätten die beiden Wiederaufnahmen der erfolgreichen Inszenierungen von Herbert Wernicke und Jakob Peters-Messer zusammen eine Million Mark gekostet - zuviel in der derzeitig prekären finanziellen Situation des Hauses. In den vergangenen Jahren, so Quander, seien ambitionierte künstlerische Projekte durch die Zusatzerträge aus Gastspielen finanziert worden. In diesem Jahr sind jedoch sowohl der geplante Auftritt in Baden-Baden, der der Staatsoper über eine Million Mark eingebracht hätte, als auch das Gastspiel im spanischen Santiago De Compostela geplatzt. Angesichts dieses Engpasses müsse er "dort ansetzen, wo es am Leichtesten möglich war," erklärte Quander gegenüber dem Tagesspiegel.

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