Berliner Staatsoper Unter den Linden : Opposition will Untersuchungsausschuss

Kostenexplosion, Verzögerungen - der Berliner ist, was Bauprojekte angeht, leidgeprüft. Im Fall der Staatsoper Unter den Linden will das die Opposition im Senat nun nicht länger hinnehmen.

Wo soll´s denn hingehen? Auch die Kräne über der Baustelle scheinen zuweilen orientierungslos (Foto vom 04.12.2014).
Wo soll´s denn hingehen? Auch die Kräne über der Baustelle scheinen zuweilen orientierungslos (Foto vom 04.12.2014).Foto: dpa

Die Opposition im Berliner Abgeordnetenhaus will die Kostenexplosion und die zeitlichen Verzögerungen bei der Sanierung der Staatsoper Unter den Linden in einem Untersuchungsausschuss beleuchten. Ihre Vertreter beklagten am Donnerstag „jahrelange Vernebelungstaktik“ sowie Trickserei und Täuschung durch den Berliner Senat.
Die Sanierung der Staatsoper hatte 2010 begonnen und sollte ursprünglich im Herbst 2013 beendet sein. Aufgrund zahlreicher Schwierigkeiten mit dem morastigen Grund und der maroden Bausubstanz stiegen die Kosten von 239 auf inzwischen 389 Millionen Euro. Die Wiedereröffnung verschob sich auf den Herbst 2017.
Die Vertreter der Regierungsfraktionen von SPD und CDU kritisierten zwar auch die erheblichen Kosten- und Terminüberschreitungen, einen Untersuchungsausschuss hielten sie jedoch nicht für notwendig. Der Antrag von Grünen, Linken und Piraten wurde in die Ausschüsse überwiesen. (dpa)

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