Kultur : Berliner Termine zum Thema des Buches

G. G.

Die Lizenz zum qualvollen Töten - Hitler hatte sie in einem Führerbefehl vom Dezember 1942 zur Vernichtung jeglichen Widerstandes in dem von Deutschen besetzten Griechenland erteilt. Jodl, Chef des Führungsstabes der Wehrmacht, versicherte, danach könnten die Soldaten nicht nur mit den Partisanen, sondern auch mit Frauen und Kindern anfangen, "was sie wollen: Sie dürfen sie aufhängen, verkehrt aufhängen oder vierteilen". Die Ausstellung "Hellas unter dem Hakenkreuz - Massenrepression gegen die Zivilbevölkerung", veranstaltet von der Griechischen demokratischen Gemeinde zusammen mit Berliner Partnern wie dem TU-ASTA, ist gleichsam eine dokumentarische Folie zu dem oben besprochenen Roman. Vom Überfall im April 1941 bis zum Abzug im November 1944 zeigen Text- und Fototafeln wirtschaftliche Ausbeutung und bitterste Hungersnot, Massaker an Hunderten von Zivilisten als Vergeltung für Verluste im Partisanenkampf, Deportation der Juden in das Vernichtungslager Auschwitz. Die Wandtafeln in dem Steglitzer Altbau, der, ein spartanisch schlichtes Kafenion, Berliner Griechen als Treffpunkt dient, können die großen Themen nur anreißen, Vorträge und ein materialreicher Reader bieten zusätzliche Information.

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