Kultur : Berlins Chöre und Orchester stellen Projekte vor

Es ist ein schmaler Grat zwischen künstlerischer Autonomie und organisatorischer Gemeinschaft, auf dem die vier Ensembles der Rundfunkorchester und -chöre GmbH (ROC) Berlin auch in der Spielzeit 2008/9 balancieren müssen. Die Dachorganisation, die das Deutsche Symphonie-Orchester, das Rundfunk-Sinfonieorchester, der Rundfunkchor und der RIAS Kammerchor seit 1994 vereint, stellt neben den Auftritten der einzelnen Ensembles drei gemeinsame Projekte heraus. So wird die schon in der letzten Spielzeit erfolgreiche deutsch-türkische Konzertreihe „Klangkulturen“ mit fünf Programmen weitergeführt. Das DSO startet am 28. November mit Haydns „Militärsinfonie“, Orchesterliedern von Szymanowski sowie der 4. Sinfonie des türkischen Komponisten Ahmed Adnan Saygun. ROC-Intendant Gernot Rehrl will mit der Reihe nicht nur ein politisches Signal setzen, sondern vor allem die türkische Community in Berlin erreichen.

Ein Novum ist die Veranstaltungsreihe „Klangbilder“, die in der Gemäldegalerie am Kulturforum sowie im Konzerthaus Musik mit dem Gespräch über bildende Kunst verknüpft. Die Reihe konzentriert sich auf theologische und spirituelle Ausdrucksformen in Bild und Klang und beginnt am 14. März 2009 mit einer Führung durch die Gemäldegalerie und der anschließenden Uraufführung der „St.John’s Passion“ durch das Rundfunk-Sinfonieorchester und den Rundfunkchor, der den schottischen Komponisten James Macmillan mit dem Werk beauftragte. Den dritten thematischen Schwerpunkt setzt die ROC im Bereich kultureller Bildung. Unter dem Motto „Mit Musik wachsen“ stehen zum Beispiel die „KlasseKlänge“, bei denen ROC-Musiker mit Schulkassen Programme erarbeiten. Infos zu allen Aktivitäten und Konzertreihen unter: www.roc-berlin.de oder unter: 030/ 202 987 410. daw

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