Berlins Staatliche Museen : Mehr Online-Tickets für hoffentlich mehr Besucher

Die MoMA-Schlange ist Kult - und Geschichte: Die Staatlichen Museen zu Berlin vergrößern ihr Online-Angebot. Auch Führungen und Veranstaltungen kann man jetzt im Netz erwerben.

Besuchermanget. Die Ausstellung "El Siglo de Oro. Die Ära Velázquez" über das Goldenen Zeitalter der spanischen Kunst in der Gemäldegalerie.
Besuchermanget. Die Ausstellung "El Siglo de Oro. Die Ära Velázquez" über das Goldenen Zeitalter der spanischen Kunst in der...Foto: picture alliance / dpa/Kay Nietfeld

Was in anderen großen Museen der Welt längst selbstverständlich ist, gibt es jetzt auch in den Staatlichen Museen zu Berlin. Neben Eintrittskarten können ab sofort auch Tickets für Führungen und Ausstellungsgespräche im Online-Vorverkauf erworben werden, unter der Adresse www.smb.museum. Über 100 Veranstaltungen gibt es dort zur Auswahl – von Veranstaltungen zur Vor- und Frühgeschichte bis zur Gegenwartskunst. Besucher können Warteschlangen vor der Kasse vermeiden, indem sie online die Teilnahme an der gewünschten Veranstaltung buchen - oder auch einfach ein Museumsticket auf diese Weise erwerben.Auch über mehrere Vertriebspartner werden neuerdings Tickets zum Kauf angeboten, etwa bei visitBerlin an sechs Standorten in der Stadt. Über eine Schnittstelle zum Online-Shop können außerdem Hotels und andere Partner interessierten Gästen Eintrittskarten auch direkt an der Rezeption verkaufen.

Die Staatlichen Museen, zu denen unter anderem die Gemäldegalerie mit der aktuellen "El Siglo de Oro"-Schau, die Neue und die Alte Nationalgalerie, der Hamburger Bahnhof, das Bode-Museum und das Pergamonmuseum gehören, wollen auf diese Weise die Reichweite ihres Vorverkaufs erhöhen und ihr Veranstaltungsprogramm einem breiteren Publikum zugänglich machen.

Die "ImEx"-Schau 2015 gab's nicht online, das sorgte für Kritik

Nachdem die Schlange vor der spektakulären MoMA-Schau 2004 Kult geworden war, die Nerven der Besucher jedoch strapaziert waren, hatten die Museen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz 2007 das Online-System eingeführt. Allerdings nicht flächendeckend, weshalb die staatlichen Häuser wegen langer Wartezeiten vor den Kassen, teuren VIP-Karten und mangelnden Online-Ticketangeboten immer wieder in die Kritik gerieten, zuletzt bei der "Impressionismus Expressionismus"-Ausstellung 2015. Auch verzeichneten die Museen in den letzten Jahren einen Besucherschwund, die sich vor allem mit der sanierungsbedingten Schließung von Publikumsmagneten wie dem Pergamonmuseum oder der Neuen Nationalgalerie erklärt. Tsp

 

 

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