Besetzung der Volksbühne : Kritik an Klaus Lederer

Klaus Lederer setzt im Konflikt um die Volksbühne auf „Deeskalation statt Konfrontation“. Von CDU, AfD und FDP kommt scharfe Kritik an Berlins Kultursenator.

Unter Druck. Der Berliner Kultursenator Klaus Lederer (rechts) mit Michael Müller, dem Bürgermeister von Berlin.
Unter Druck. Der Berliner Kultursenator Klaus Lederer (rechts) mit Michael Müller, dem Bürgermeister von Berlin.Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Berlins Kultursenator Klaus Lederer von der Linken setzt im Konflikt um die Volksbühne auf „Deeskalation statt Konfrontation“. Seit Freitag besetzen Aktivisten das Theater am Rosa-Luxemburg-Platz. Seit dem späten Freitagnachmittag sei die Senatsverwaltung für Kultur und Europa „in permanentem Austausch und im Gespräch mit der Intendanz und den Besetzerinnen und Besetzern“, so Lederers Sprecher. Ziel sei es, dass die „Sicherheit aller Menschen, die sich in der Volksbühne aufhalten“, gewährleistet werde. Die Volksbühnen-Mitarbeiter müssten in ihrem Haus arbeitsfähig sein.

Die Kulturverwaltung erklärte weiterhin: „Für die stadtpolitischen Forderungen der Besetzer lassen sich Möglichkeiten eröffnen, diese an vielen Orten der Stadt weiter zu diskutieren.“ Die Forderungen der Besetzer, sich die Volksbühne mit einer kollektiven Intendanz anzueignen, seien nicht erfüllbar.

Juhnke: „Besetzer-Klamauk beenden“

Der neue Volksbühnen-Intendant Chris Dercon hatte gefordert, dass die Politik „jetzt dringend ihrer Verantwortung nachkommt und handelt“. Der kulturpolitische Sprecher der Berliner CDU-Fraktion, Robbin Juhnke, sagte, es sei nun die Aufgabe von Lederer, „den Besetzer-Klamauk am Rosa-Luxemburg-Platz zu beenden“. Die Volksbühne sei kein rechtsfreier Raum. Der kulturpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Hans-Joachim Berg, erklärte: „Die Duldung der rechtswidrigen Besetzung ist der nächste rot-rot-grüne Skandal in Berlin.“ Kunst unter dem Druck der Straße könne keine freie Kunst sein.

Auch der kulturpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin, Florian Kluckert, fordert eine schnellstmögliche Beendigung der Besetzung. „Die als Künstlergruppe getarnten Hausbesetzer führen Kultursenator Klaus Lederer vor, indem sie ihm die Kulturpolitik der Stadt diktieren. Er muss daher endlich die Hoheit über die Volksbühne wiedererlangen“, so Kluckert. Er fordert weiterhin, dass entstehende Schäden von den Besetzern selbst gezahlt werden sollen. (Tsp / dpa)


 

25 Kommentare

Neuester Kommentar