Kultur : Besucherbaisse bei den Berliner Bühnen

Im ersten Halbjahr 2008 sind die Zuschauerzahlen bei mehreren großen Berliner Theatern weit hinter den Erwartungen der Häuser zurückgeblieben. Die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz konnte bis zum Stichtag 30. Juni 15 000 Karten weniger als geplant verkaufen. Die Komische Oper kommt in dem Zeitraum auf eine Auslastung von nur 57 Prozent, die Deutsche Oper auf 65 Prozent. Finanzielle Risiken gibt es laut Bericht 2008 bei der Rundfunkorchester und -chöre GmbH, dem Deutschen Theater, dem Grips Theater, dem Friedrichstadtpalast sowie bei der Tanzkompanie Sasha Waltz. Alice Ströver, die kulturpolitische Sprecherin der Grünen, monierte am Mittwoch, dass der Bericht erst jetzt dem Abgeordnetenhaus zugeleitet wurde. Außerdem erklärte sie: „Wer weiter wegschaut, riskiert die Zukunft der Theater.“ Bei der Senatskulturverwaltung betont man dagegen, der Bericht sei ein bewährtes Controlling-Instrument, das dazu diene, frühzeitig problematische Entwicklungen zu erkennen, um dann gezielt mit den Theatern inhaltlich gegensteuern zu können. F. H.

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