Besucherzahlen : Berliner Museen ziehen Millionen an

Berlin, Stadt der Museen: Seit Jahren strömen Millionen von Besuchern in die historischen Sammlungen. Die Kulturszene ist stolz auf ihr "Rom der Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts".

BerlinDie über 120 Museen der Hauptstadt sind weiter im Aufwind. Mit über zwölf Millionen Besuchen im Jahr 2006 konnten die Museen erneut zulegen, 2005 waren 11,4 Museumsbesuche gezählt worden. Vor allem die zeitgeschichtlichen Museen und Gedenkstätten konnten mit 25 Prozent deutlich zulegen. Dieser Trend zeichne sich auch für das Jahr 2007 ab, teilte die Berliner Kulturverwaltung mit.

Sie beruft sich auf die alljährliche bundesweite Museumsstatistik des Instituts für Museumsforschung bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin. Im Vergleich zu 1994 hat sich die Zahl der Besuche in den Berliner Museen mehr als verdoppelt.

Größter Zuwachs beim DHM

Das Deutsche Historische Museum (DHM) in Berlin hatte den größten Besucherzuwachs, das damit erstmals fast zum bisherigen Spitzenreiter Pergamonmuseum aufschließen konnte. Das DHM hatte 2006 seine neue Dauerausstellung zur deutschen Geschichte eröffnet. Die Gedenkstätte Berliner Mauer und die Story of Berlin haben erstmals die 200.000-Besucherhürde genommen.

Zu den 16 meistbesuchten Berliner Museen und Gedenkstätten gehören das Pergamonmuseum mit rund 960.000 Besuchen, das Deutsche Historische Museum, das Haus am Checkpoint Charlie, das Alte Museum mit der Ägyptischen Sammlung, das Jüdische Museum, die Stiftung Stadtmuseum, die Topographie des Terrors, die Gemäldegalerie am Kulturforum und das Deutsche Technikmuseum.

Kulturstaatssekretär André Schmitz meinte zu den Zahlen, der Besucheransturm bei den historischen und zeitgeschichtlichen Museen zeige auch, welch großes Interesse nicht nur die Berliner, sondern vor allem auch die wachsende Zahl der Berlin-Besucher an diesen Themen hätten. "Berlin ist touristisch, das 'Rom der Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts' - überall in der Stadt ist diese Geschichte lebendig und erfahrbar - in den Gedenkstätten, an den vielfältigen Gedenkorten und in den Geschichtsmuseen, aber auch in der Architektur." (mpr/dpa)

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