Kultur : Beutekunst: Naumann sieht neue Offenheit Putins

Kultur-Staatsminister Naumann sieht bei Russlands Präsident Putin eine neue Offenheit in den Verhandlungen über Beutekunst. Naumann sagte gegenüber Reuters, Putin sei "jemand, mit dem man Geschäfte machen kann". Seine Regierungsmannschaft bestehe aus Kosmopoliten, die verstünden, dass die ungelöste Frage nach der Beutekunst ein Mosaikstein für die Normalität der Beziehungen sei. Deutschland und Russland verhandeln seit Jahren über eine Rückgabe von Kunstgegenständen, die die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg erbeutet hatte.

Naumann sagte, es gehe um eine "Politik der kleinen Schritte", bei der die Vertrauensbildung nicht durch zu weitgehende Forderungen gefährdet werden dürfe. Der gesamte Prozess werde "viele Jahre" dauern. Moralisch gesehen sei die Haltung Russlands in einem Punkt berechtigt, wenn es im Streit um die Beutekunst auf seine Leiden im Krieg hinweise. Naumann fügte jedoch hinzu, dass Deutschland ein Drittel seines Gebietes aufgegeben habe und auch auf andere Weise schwer bestraft worden sei.

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