Kultur : "Beutekunst"-Verhandlungen: Gespräche stecken in der Sackgasse

Die deutsch-russischen "Beutekunst"-Verhandlungen verlaufen nach Einschätzung des früheren Generaldirektors der Dresdner Kunstsammlungen, Werner Schmidt, enttäuschend. Seinen Rücktritt als Vorsitzender der Fachgruppe Museen bei der deutsch-russischen Regierungskommission begründete Schmidt in einem Brief an den designierten Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin mit der "Verweigerungshaltung Russlands", die für ihn die "schwerste Enttäuschung" seines Berufslebens sei. Der Bundesregierung warf Schmidt vor, die Zuständigkeit der Fachgruppe "ausgeschaltet" zu haben. In keinem aller Fälle habe der Bund die Rückgabe an die Eigentümer infolge der bilateralen Verträge erreichen können. Als Beispiele nannte er die schleppenden Verhandlungen über eine Rückgabe mittelalterlicher Kirchenfenster aus Frankfurt (Oder). Beim jetzigen Moskau-Besuch von Bundeskanzler Schröder war das Thema "Beutekunst" am Rande gestreift worden. Schröder und der russische Präsident Putin äußerten sich zuversichtlich zur Lösung der "Beutekunst"-Frage, ohne jedoch konkrete Vorschläge zu machen.

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