Kultur : Bilder in Bewegung

Von Gilbert Wolter (51), Künstler

Gilbert Wolter
Gilbert Wolter mag historische Filme. Die kann er stundenlang ansehen. -Foto: Wolff

An den ersten Film, den ich je im Kino gesehen habe, erinnere ich mich genau. Es war Ben Hur, in einem kleinen norddeutschen Dorfkino, das Breitwandfilme zeigen konnte. Ich war vielleicht elf Jahre alt und der Film – er dauerte länger als drei Stunden – hat mich völlig umgehauen. Besonders faszinierend fand ich das Wagenrennen. Bis heute habe ich eine große Affinität für historische Filme, ich kann sie stundenlang ansehen. Das Eintauchen in eine völlig fremde Welt ist für mich das Spannende beim Film. Nur das Kino erlaubt solch besondere Zustände. Man kann schweben, fliegen und alles aus einer anderen Perspektive betrachten.

Bilder in Bewegung haben mich auch während meines Kunststudiums sehr interessiert, meine Diplomarbeit schrieb ich über Malerei und Film. Und wenn ich heute ins Kino gehe, dann achte ich auch ganz automatisch auf formale und technische Aspekte. Leserjuror zu sein, ist eine Riesenchance, Filme mal wie ein echter Filmscout zu sehen, sozusagen als erster Begutachter überhaupt. Und nebenbei sammelt man viele schöne Bilder, mit jedem neuen Film mehr.

Aufgezeichnet von Katja Reimann

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