Kultur : Bits und Bücher

Kulturgut für alle: Die Nationalbibliothek wächst

Abgerundet. Der Anbau der Nationalbibliothek in Leipzig wird heute eröffnet. Foto: dapd
Abgerundet. Der Anbau der Nationalbibliothek in Leipzig wird heute eröffnet. Foto: dapdFoto: dapd

Mit Blick auf die Eröffnung des Erweiterungsbaus der Deutschen Nationalbibliothek an diesem Montag in Leipzig hat sich Kulturstaatsminister Bernd Neumann für eine umfassende Digitalisierung von Kulturgut ausgesprochen. Er will diese über Kooperationen von öffentlichen Einrichtungen und der Privatwirtschaft finanzieren, da der Finanzbedarf das übersteige, was Bund, Länder und Kommunen leisten könnten. Die Kooperation dürfe aber „weder zu Informationsmonopolen privater Unternehmen führen“, noch dürfte das Urheberrecht missachtet werden. Digitalisiertes Kulturgut muss, so Neumann, weiter frei zur Verfügung stehen, für die Wissenschaft wie für private Nutzer.

Der Bund hat als Träger und Bauherr die 60 Millionen Euro Kosten für den Erweiterungsbau nach Plänen der Stuttgarter Architektin Gabriele Glöckler übernommen; auch der Jahresetat von 44 Millionen Euro wird vom Bund finanziert. Die Nationalbibliothek hat als Zentralarchiv die Aufgabe, lückenlos alle deutschen und deutschsprachigen Publikationen zu sammeln. Ihr Bestand ab 1913 beläuft sich auf rund 26 Millionen Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Noten sowie Audio- und Videodateien. 14,5 Millionen befinden sich in Leipzig. Hier wie am zweiten Standort Frankfurt/Main kommen jährlich 300 000 Einheiten hinzu.

Der vierte Erweiterungsbau in Leipzig – ein flacher, geschwungener Baukörper mit silbrig glänzender Wetterhaut – beherbergt auf einer Nutzfläche von 14 000 Quadratmetern neben dem Deutschen Buch- und Schriftmuseum auch das bislang in Berlin ansässige Deutsche Musikarchiv. Tsp/dapd

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