Kultur : Bleibt Peymann? Flierl: „Er ist am Zug“

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Kurz vor Ablauf der Frist über eine Vertragsverlängerung von Claus Peymann am Berliner Ensemble ist weiter unklar, ob der Intendant in der Hauptstadt bleiben wird. „Peymann ist am Zuge, sich zu äußern“, sagte eine Sprecherin der Kulturverwaltung. Bislang ist offen, ob Peymann das Berliner Ensemble auch nach 2004 weiter leiten wird. Die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung sollen bis zum 31. Juli abgeschlossen sein. „Wenn wir bis dahin nichts hören, gehen wir davon aus, dass Peymann bleibt“, sagte die Sprecherin.

Peymann fordert vom Senat eine „solide Finanzierung“ seines Theaters für die Zukunft. Kultursenator Thomas Flierl und Peymann seien in Kontakt, es sei jedoch letztendlich Peymanns Entscheidung. Anders als geplant wird Peymann in Salzburg, wo er im Rahmen der Festspiele die Uraufführung von Peter Turrinis „Da Ponte in Santa Fé“ inszeniert, nicht mit dem Kultursenator zusammentreffen. Flierl werde nicht nach Salzburg reisen, teilte die Kulturverwaltung mit.

Peymann will dem Berliner Senat bis zum Jahr 2004 rund 770 000 Euro Theatersubventionen zurückzahlen. Im Gegenzug fordert er, dass die Mehreinnahmen in der Kasse des Theaters verbleiben. Kürzungen über die freiwillige Sparleistung hinaus lehnt er ab. Bei seinem ersten Vertrag hatte Peymann ausgehandelt, dass die Bühne zusätzlich zum jährlichen Landeszuschuss in Höhe von 10,6 Millionen Euro Lottomittel in Höhe von 2,6 Millionen Euro jährlich erhält. dpa

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