Bollywood : Tempeltanz und Disco

Anfang 2007 begeisterte die Tanzrevue "Bollywood - The Show" hunderttausende Zuschauer. Jetzt geht sie wieder auf Deutschland-Tournee.

Bollywood - The Show
Die Hauptdarsteller Carol Furtado und Deepak Rawat. -Foto: H. Schulze

Hamburg/AmsterdamMit neuem Ensemble und neuer Inszenierung startet am Neujahrstag in Hamburg die Tour durch bundesweit 43 Städte. Bereits am Wochenende feierte die Show in Amsterdam Europapremiere.

80 Jahre indischer Filmgeschichte spiegeln sich in der Show wider. Es sind die Gegensätze zwischen indischer Tradition und einer glamourösen Kinowelt, die der Filmfabrik Hollywood in nichts nachstehen möchte. Alter indischer Tempeltanz ist ebenso vertreten wie mitreißende Disco-Musik. Das Ganze wird voller Temperament und Dynamik in 200 farbenfrohen Kostümen mit viel Glitzer, Lichteffekten, einer überdimensionalen Rückprojektion und massenweise Kunstnebel präsentiert - voller Lebensfreude und mit großer Perfektion. Den Abschluss krönt noch eine Portion Akrobatik.

Kitsch und Glamour

Für die Choreografie zeichnet Vaibhavi Merchant verantwortlich, die aus einer der berühmtesten indischen Filmdynastien stammt und mit ihren erst 31 Jahren nicht nur in ihrer Heimat als Star gefeiert wird. Ihre Familie lieferte die Vorlage für die Showgeschichte, die zwar auf Englisch auf die Bühne gebracht, aber den Zuschauern in Deutschland in Untertiteln übersetzt wird. Doch die Geschichte war auch bei der Premiere in den Niederlanden für viele Besucher, unter ihnen zahlreiche Inder, eher Nebensache. Sie erfreuten sich an dem Glamour und den opulenten Bildern - mitunter auch am Kitsch. Einigen kamen sogar die Tränen. "Auch das hat Bollywood mit Hollywood gemeinsam", sagte eine Besucherin nach der Vorstellung.

Nach Hamburg sind Bremen, Bochum, Krefeld, Bielefeld, Oberhausen und Köln die nächsten Stationen, bevor Belgien auf dem Reiseplan steht. Außerdem sind die Bollywood-Stars noch in Luxemburg, Österreich, Spanien und der Schweiz zu Gast. Den Abschluss bildet ihr Aufenthalt Ende April bis Anfang Mai in Zürich. (feh/dpa)

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