Kultur : Brecht-Tage: Kritisch treu

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Es soll keine Brecht-Feier werden. Mit den diesjährigen Brecht-Tagen vom 25. Februar bis 2. März will das Literaturforum im Berliner Brecht-Haus ein neues, breites Publikum erreichen. Unter dem Motto "jungle b. - 14 Arten mit Brecht umzugehen" bietet die Veranstaltungsreihe unterschiedliche Annäherungen an das Werk des Schriftstellers. Spiele, Lesungen, Diskussionen und kreatives Schreiben sollen das mitunter schwierige Verhältnis junger Menschen zu dem Klassiker berücksichtigen. So zeigen Schauspielgruppen aus Berliner Gymnasien die Ergebnisse ihrer Aneignungen Brechtscher Texte. Weitere Aufführungen bestreiten das Theater 89 und Regieklassen des bat-Studiotheaters. Außerdem gibt es eine Podiumsdiskussion zu Brechtscher Theaterästhetik mit Thomas Ostermeier und Peter Dehler sowie eine Lesung junger Autoren, zu denen Thomas Oberender, Gesine Danckwart und Ralf Bönt gehören. Neue, von Brecht inspirierte Texte liefern Berliner Schreibwerk-tätten und die Gewinner eines Internet-Schreibwettbewerbs. Dieser Werkstattprozess wird dem Patron des Hauses nach Ansicht der Veranstalter gerecht, getreu dem Motto Heiner Müllers: "Brecht gebrauchen, ohne ihn zu kritisieren, ist Verrat."

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