Breker-Werkschau : Protest von Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft

Die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft in Wuppertal hat sich den Protesten gegen die umstrittene Werkschau des Bildhauers Arno Breker (1900-1991) in Schwerin angeschlossen. Breker galt als Lieblingsbildhauer Adolf Hitlers.

Wuppertal - So lange Nazi-Täter, ihre Sympathisanten und Nutznießer wie Breker "undifferenziert und sensationsgierig geehrt" werden, würden die Opfer beleidigt, sagte der Vorsitzende Hajo Jahn am Dienstag in Wuppertal. Er erinnerte daran, dass in den 90er Jahren in Schwerins Partnerstadt Wuppertal auch auf Druck des Vereins ein Projekt verhindert worden sei, "den jungen, unbefleckten Breker" auszustellen. Die Werkschau in Schwerin ist die erste Einzelausstellung Brekers nach dem Zweiten Weltkrieg.

Die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft mit ihren etwa 1400 Mitgliedern pflegt nach eigenen Angaben das literarische und künstlerische Werk der 1869 geborenen, während der Nazizeit verfolgten und 1945 in Israel gestorbenen Schriftstellerin.

(tso/ddp)

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