Kultur : Bremen stützt sein Theater mit Millionenkredit

-

Nach wochenlangem Tauziehen zwischen der Landesregierung und dem Theater in Bremen ist für das finanziell angeschlagene Haus jetzt Hilfe in Sicht. Der Senat will mit von rund vier Millionen Euro die Gehälter der Mitarbeiter bis Ende April 2006 sichern. Das Theater soll die Mittel innerhalb von zwei Jahren zurückzahlen, sagte Kultursenator Jörg Kastendiek (CDU) am Dienstag. Die Finanzkrise habe zu einer Unruhe geführt, die nicht mehr zu vertreten gewesen sei.

Mitte Oktober hatte Generalintendant Klaus Pierwoß einen Schuldenberg von rund 4,7 Millionen Euro ausgemacht. Er hatte eigene Fehler eingeräumt, aber auch den engen Kulturetat Bremens und den inzwischen entlassenen kaufmännischen Geschäftsführer Lutz-Uwe Dünnwald mitverantwortlich gemacht. Die 430 Beschäftigten, deren Oktober-Gehälter mangels Liquidität zunächst zurückbehalten worden waren, haben sich zum Verzicht auf ihr Weihnachtsgeld bereit erklärt, um zur Lösung des Finanzproblems beizutragen. Bis Ende April 2006 wolle der Senat mit dem Theater einen Katalog weiterer Einsparmöglichkeiten aufstellen, sagte Kastendiek. In der kommenden Woche sollen erste Gespräche über einen Notlagentarifvertrag für die Beschäftigten beginnen. Nach den Vorstellungen Kastendieks soll zur Spielzeit 2007/2008 ein neuer Intendant das Haus weitgehend altlastenfrei übernehmen. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben