Kultur : Bremen will sich als EU-Kulturhauptstadt sanieren

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Mit der Kandidatur zur europäischen Kulturhauptstadt 2010 will der Bremer Senat die Sanierung der Stadt voranbringen. „Bremen ist in einer äußerst klammen Haushaltslage“, sagte Kultursenator Kuno Böse (CDU) bei der Präsentation des Bewerbungskonzepts am Mittwochabend in Brüssel. „Als Kulturhauptstadt könnten wir überlebensfähig bleiben, die Kultur stärken und Touristen sowie Investoren anlocken.“ Der Senator schätzte die notwendigen Investitionen für den Stadtstaat auf mindestens 50 Millionen Euro: „ Wir werden ein Vielfaches davon an regionalwirtschaftlichen Effekten wie Tourismus und Steueraufkommen wieder hereinbekommen.“ Selbst wenn die Bremer nicht den Zuschlag erhielten, werde das Konzept umgesetzt, kündigte Böse an. Die Hansestadt muss ihre Bewerbung bis Sommer 2004 vorlegen. Dann wählt zunächst der Bundesrat eine oder mehrere Städte aus und schickt die Namen nach Brüssel, wo Vertreter aus EUParlament, Kommission und Regionen entscheiden. Voraussichtlich 16 deutsche Städte wollen sich den Angaben zufolge derzeit als EU-Kulturhauptstadt bewerben, darunter Kassel, Potsdam, Karlsruhe, Görlitz und mehrere Ruhrgebietsstädte. Seit 1985 benennt die EU für jeweils ein Jahr eine Kulturhauptstadt. dpa

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