Kultur : Brendan

Von Henrik Hölzer, Kinderreporter, 13 Jahre

Henrik Hölzer
Henrik Hölzer. -Foto: Kai-Uwe Heinrich

In Irland gibt es ein geheimnisvolles Buch mit fantastischen Ornamenten, Labyrinthen und keltischen Mustern, das „Book of Kells“. Der Animationsfilm „Brendan und das Geheimnis von Kells“ spielt im Mittelalter und erzählt, wie dieses Buch entstanden ist. In einem von Wikingern bedrohten Kloster lebt der ungefähr zehnjährige Brendan. Hin und wieder erzählen sich die Mönche hoffnungsvoll vom legendären Buch von Iona, das die Macht haben soll, das Böse zu besiegen. Eines Tages kommt der alte Mönch Aidan mit seiner weißen Katze Pangur Bán und diesem Buch im Gepäck in die Gemeinschaft. Brendan ist sehr neugierig auf das Buch, und Aidan hält ihn für den Richtigen, um die noch leeren Seiten prachtvoll zu gestalten. Brendan geht heimlich in die Wälder außerhalb der Klostermauern und sucht seltene Beeren zur Herstellung von Tinte. Die Fee Aisling begleitet und hilft ihm dabei.

Spannend erzählt wird, wie Brendan eigenartige, dunkle und böse Gestalten bezwingen muss. Diese Szenen sind für Kinder unter zwölf wirklich gruselig. Wundersame Formen und Farben durchziehen den Wald und Brendans Träume. Die Äste, die darin wohnenden Eulen und Käfer, die Höhle des bösen Crom Cruach – einfach alles in diesem Film ist keltisch verknotet und spiralförmig eingebunden. Diese Bilder fand ich ungewohnt schön. Toll fand ich auch, dass der Regisseur Tom Moore mir nach dem Film mit dem Kuli wunderbare kleine Skizzen von Pangur Bán und Aisling in mein Reporterbüchlein hineinzeichnete.

13. 2., 12 Uhr und 15. 2., 15.30 Uhr (jeweils Zoo-Palast)

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