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Briefdrama : Im Hause Mendelssohn

Leslie Malton & Felix von Manteuffel führen einen "komponierten Briefwechsel" zwischen Fanny Hensel und Felix Mendelssohn Bartholdy auf.

Peter von Becker

Das ist einer der Abende, an denen man so ziemlich alles großmächtige Haupt- und Staatstheater fahren lassen möchte für solche neunzig Minuten kleiner, feinster Unterhaltung für Herzen und Hirne. Die Schauspielerin Leslie Malton und ihr Kollege Felix von Manteuffel, ein Paar auch im Leben, verwandeln sich in die Paarung Fanny Hensel und Felix Mendelssohn Bartholdy und führen einen „komponierten Briefwechsel“ der sich liebenden, doch einander auch mit subtilsten Wortwaffen befehdenden Geschwister aus dem Berliner Bankiershaus Mendelssohn vor.

Ein tolles Duett, das sich zum Terzett auswächst, wenn die Pianistin Petra Woisetschläger am Flügel zwischen den beiden Protagonisten immer wieder Kompositionen von Fanny und Felix anspielt, als Leit- und Leidmotive. Das Zusammenspiel wurde im Jahr des 200. Geburtstags von Felix Mendelssohn ursprünglich inszeniert für ein WDR-Hörspiel von Marlene Breuer. Aber die szenische Uraufführung jetzt in der früheren Kassenhalle und Remise der von den Nazis liquidierten Mendelssohn-Bank in der Berliner Jägerstraße 51 ergibt an so stimmungsreichem Ort viel mehr als nur ein verkörpertes Hörspiel. Es ist eine Lebensrevue und ein Stück deutsch-europäischer Kulturgeschichte, erzählt durch klug ausgewählte, oft brillant formulierte Briefe zwischen 1821 und 1847: dem Jahr, in dem Fanny (verheiratet mit dem preußischen Hofmaler Wilhelm Hensel) im Alter von 42 starb, worauf ihr der vier Jahre jüngere Bruder bald folgte. Beide Mal Schlaganfälle. Schläge in eine Kunst-Lebensliebe, die noch nichts von wagnerischem Wälsungenpathos hatte, sondern inspiriert war von jüdisch-bürgerlichem Familiensinn und einem heiteren, romantisch-ironischen Kunstverstand.

Dabei musste Fanny als Frau und Mutter darum kämpfen, eine Künstlerin sein zu dürfen. Kämpfen auch gegen ihren berühmten Bruder. „Ich schreibe nicht blos als Federkiel“, so der Titel des Abends, „sondern als selbständige Autorin.“ Für dieses geistvolle Drama finden Malton und Manteuffel wunderbar minimalistische, mitunter komödiantisch explodierende Gesten. Und statt Pfeilen der Liebe und des Krieges fliegen hier Papiere. Wie die Fetzen und Pointen eines vollen Doppellebens. – Wir warten auf Wiederholungen hoffentlich im Herbst und auf das geplante Hörbuch. Peter von Becker

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