Brückenstreit : CDU-Politiker Vaatz kritisiert Antrag im Bundestag

Der Unions-Fraktionsvize im Bundestag, Arnold Vaatz, kritisiert die Links-Fraktion für ihren Antrag auf Vermittlung des Bundes im Konflikt um die Dresdner Waldschlößchenbrücke.

Berlin - "Der Rechtsstreit sollte nicht durch weitere politisch motivierte Aktionen beeinflusst werden", schreibt Vaatz in einem offenen Brief an die Links-Fraktion im Bundestag, die Instrumentalisierung der Unesco durch die Brückengegner habe bereits zu einem beträchtlichen Rufschaden von Dresden geführt.

Die Links-Fraktion sollte ihren Antrag auf Vermittlung im Brückenstreit "lieber an die Unesco statt an die Bundesregierung und den Bundestag richten", fügte der Dresdner Abgeordnete hinzu. Eine Lösung des Konflikts sei nur möglich, wenn die Unesco ihre Entscheidung, die auf Basis eines fehlerhaften Gutachtens erfolgt sei, baldmöglichst korrigiere.

Dresden riskiert Aberkennung des Weltkulturerbe-Titels

Die Unesco hat für den Fall, dass die Waldschlößchenbrücke gebaut wird, mit der Aberkennung des Weltkulturerbe-Titels für das Dresdner Elbtal gedroht. Zuvor hatten sich die Dresdner in einem Bürgerentscheid mehrheitlich für die neue Elbquerung ausgesprochen.

Er verstehe den Antrag der Linksfraktion, der am Mittwoch im Kulturausschuss des Bundestags behandelt werden sollte, als "Versuch, ein laufendes Verfahren zu beeinflussen", kritisierte Vaatz. (tso/ddp)

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