Bruno Mars, The Weeknd, A Tribe Called Quest : Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag stellen vier Popkritiker/-innen in der Radio-eins-Sendung „Soundcheck" ab 21 Uhr die Alben der Woche vor. Diesmal mit neuen Platten von Bruno Mars, The Weeknd, A Tribe Called Quest und Mittekill.

Bruno Mars
Seine Funkmusik macht gute Laune, trotz banaler Lyrics: Bruno MarsFoto: Warner

Bruno Mars: 24K Magic (Warner)

„Seidenbettwäsche und Diamanten findste toll? /Los, komm ran, jawoll.“ Diese freie Übersetzung kommt der vulgär-banalen Lyrik dieses Albums erschreckend nahe. Aber den Freuden-Funk des Hawaiianers klopft man ja auch nicht auf Botschaften ab. Tanzmusik im Geiste von James Brown und Prince. Andreas Müller, Moderator

The Weeknd: Starboy (XO)

Als „Starboy“ reinkarniert sich Abel Tesfaye auf seinem dritten Studioalbum. Als Unterstützer hat er unter anderem Daft Punk herangezogen. Aber ob deren mittlerweile ziemlich abgehangener Retro-Futurismus nennenswerte Impulse bringt? Das Urteil bleibt offen, da es das Album erst kurz vor der Sendung zu hören gibt. Hannah Pilarczyk, Spiegel Online

A Tribe Called Quest: Thank You for Your Service (Sony)

Nach 18 Jahren ohne neue Musik ist die Rap-Crew aus Queens wieder da: kreativ, wütend und gar nicht im Gestern hängend. Auf ihrem letzten Album nehmen sie vor allem von Mitglied Phife Dawg Abschied, der im Frühjahr starb und hier nochmal sehr vital zu hören ist. Fabian Wolff, Musikjournalist

Mittekill: Die montierte Gesellschaft (Weltgast)

Smells like Diversity-Programm für Pop in Deutschland: Der Mittekill-Musiker Friedrich Greiling ist durch Europa gereist und hat u.a. in Belgrad und Athen Musik mit Flüchtlingen gemacht und Songs eingespielt. Klingt gut, mal nach Mitte, mal nach Welt, oft ungewohnt, leider manchmal auch ein bisschen nach idealer Musik für Ina Müllers Late Night Talk. Gerrit Bartels, Tagesspiegel

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