Kultur : BSE: Deutschland und sein Krisenplan - Die sechste Stufe ist die Verbrennung

Auf den Ausbruch von Seuchen wie Schweinepest oder Maul- und Klauenseuche sind Bund und Länder mit Krisenplänen vorbereitet. Auch für BSE gibt es in Deutschland einen Maßnahmenkatalog. Tierseuchenreferenten hatten diese Maßnahmen erörtert.

Bei der Rinderseuche gliedert sich der sechsstufige Plan wie folgt: im Falle von BSE-Verdacht bei einem deutschen Rind wird der gesamte Tierbestand gesperrt. Bestätigt sich der Verdacht, werden alle Rinder der Herde getötet, in der sich das betroffene Tier befand. Zugleich sind umfangreiche Untersuchungen vorgesehen - wie die Untersuchung der Gehirne dieser Tiere. Die Tierkörper werden schließlich nach einer Vorbehandlung im Nationalen Referenzlabor Tübingen verbrannt.

Nach dem Tierseuchengesetz muss der Besitzer den Ausbruch der Seuche dem Veterinäramt melden. Die Information geht dann an das Bundeslandwirtschaftsministerium, das innerhalb von 24 Stunden die EU-Kommission und den anderen Mitgliedstaaten den Erstausbruch der Seuche mitteilen muss. Dies gilt auch für BSE. Auch ist Deutschland verpflichtet, das Internationale Tierseuchenamt und bestimmte Drittstaaten über Seuchenausbrüche unverzüglich zu unterrichten.

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